Alle gleich!? – Lehrer*innenklischees

Die ein Karo-Hemd und Sandalen mit Socken tragende Brillenschlange – der typische Lehrer? Wir wollten es wissen und haben mit drei anonymen Lehrer*innen alle möglichen Klischees rund ums Lehrer*innendasein gesammelt und anschließend in einer Forms-Umfrage beim Kollegium des Thomaeums überprüft. Was dabei herauskam, erfahrt ihr hier!

Grundlegend, die Teilnehmer*innen waren vier Lehrer und vierzehn Lehrer*innen…kann man daraus auch schon etwas ableiten…? Sind Lehrerinnen etwa offener und engagierter?! Andernfalls liegt es daran, dass sie stärker im Kollegium vertreten sind. 94% aller Befragten sind auch schon häufiger Klischees über über Lehrer*innen zu Ohren gekommen.

Aber welche Klischees erfüllen Sie denn nun?

Es ging los mit generellen Klischees, wo direkt ein Volltreffer dabei war: Fast die Hälfte der teilnehmenden Lehrer*innen gab an, dass Sie auch außerhalb der Schule oft und gerne über ihren Job reden. Weitere 17% sagten, dass sie recht Old School durchs Leben gehen und 11% besitzen eine zugegeben kitschige Lehrertasse und kennen sich in Sachen Mode nicht sonderlich gut aus.

So!

Das ist unter den Lehrer*innen wohl der beliebteste Spruch, der durch die Klasse gerufen wird. Auch häufig genutzt sind ,,Jetzt aber”, dicht gefolgt von ,,Man kann euch durch die ganze Schule hören!” (wir denken, jede*r Schüler*in kann dem zustimmen), aber auch die Floskel ,,Wie können wir das zusammenfassen?” ist hoch im Rennen.

Konnte sich die Ledertasche bewähren?

Zu unserer Überraschung: Nö! Nur die Minderheit von gerade mal zwei der Teilnehmer*innen besitzt ein solche anscheinende Antiquität.

Das darf in der Schultasche (anscheinend bei den meisten nicht die Ledertasche) nicht fehlen

Die letzten zwei Jahre haben uns gezeigt, wie wichtig die Technik auch im Schulalltag ist. Und so kommt es auch, dass das digitale Endgerät für die meisten Lehrer*innen ein absolutes Must-Have in der Schultasche ist. Fortschrittlich, fortschrittlich! Dicht gefolgt ist diese digitale Gruppe dennoch von ihren vermutlich analogen Kolleg*innen, bei denen die Zettelmappe mit der Unterrichtsvorbereitung nicht vergessen werden darf.

Und wie sieht es mit dem Mäppchen aus (falls es nicht vergessen wird und man Schüler*innen um einen Kulli bitten muss)?

Wie schon angedeutet, wenn das Mäppchen nicht daheim liegen gelassen wird, ist der Kugelschreiber oder Füller mit Abstand das wichtigste Utensil im Federmäppchen. Auch beliebt ist der altbewährte Rotstift.

Aber doch nicht nur EIN Rotstift, oder?!

Tatsächlich: Im Mäppchen der meisten Lehrer*innen befinden sich bis zu fünf Rotstifte, was bei so vielen Klausuren und zu kontrollierenden Hausaufgaben ja wohl anzunehmen ist. Und wer liebt es nicht, die schönen roten ,,f”s und ,,r”s und ,,?” in seinen Heften wiederzufinden? Aber eine*r tanzt immer aus der Reihe, in unserem Falle eine Person mit MEHR ALS 30 ROTSTIFTEN!! Ob sie jemals alle leerkriegen wird?

Und wenn man sich nicht gerade mit Schüler*innen rumschlagen muss?

Der wohl beste Freund des Menschen ist der Hund, so anscheinend auch auch der von Lehrer*innen in deren Freizeit. Und wer jetzt denkt, den Platz zwei belegen Katzen, liegt falsch! Es sind…Pferde!? Aber da haben wir auch einen Spruch parat: Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück der Erde.

Sonstige Freizeitbeschäftigungen

Den Ergebnissen zufolge müssten viele unserer Lehrer*innen viereckige Augen haben, denn eine große Mehrheit gab an, gerne Fernsehen, Serien und Filme auf Netflix & co. zu schauen. Aber frische Luft schnappen und/oder Sport machen tut auch gut, das sagen zumindest sechs der Teilnehmer*innen. Dennoch wurde von zweien auch unsere Vermutung bestätigt: Sie lesen!

Das neue Gucci für Lehrer*innen

Die Top-Marken in der Welt der Lehrer*innen sind mit Abstand Stabilo und Lamy…damit kann man sich bestimmt im Lehrerzimmer behaupten. Auch high-fashion sind Esprit und Jack Wolfskin. Aber, wie wir schon gelernt haben, kennen sich auch viele in diesem Universum nicht gut aus und legen keinen wirklichen Wert auf Marken und setzen ihre eigenen Trends (sehr beliebt: die Fleecejacke mit Reißverschluss).

Stay Hydrated

Diesen Tipp nehmen sich viele Lehrer*innen zu Herzen: Gut die Hälfte bringt Wasser in – Achtung, vorbildlich! – einer Mehrwegflasche mit zur Schule. Wahrscheinlich alle fleißige Benutzer*innen des Tafelwasserautomaten! Und der Rest, wer hätte es gedacht: KAFFEE! Die Wunderwaffe, um einen Schultag zu überleben. Es gibt aber auch tatsächlich Lehrer*innen, für die die Blondine die leeren Flaschen in den Kühlschrank stellt, denn Sie trinken nichts.

Beim Essen unterscheiden sich die Vorlieben der Lehrer*inne nicht groß von denen der Schüler*innen: Das gute alte Butterbrot ist und bleibt auf Platz eins, dicht gefolgt von den Süßigkeiten im Lehrerzimmer.

Die musikalische Ader im Alltag von Lehrer*innen

Oder auch nicht? Zumindest gab die Mehrheit an, dass sie beim Korrigieren von Klassenarbeiten kein Ohr für Musik hat. Klassik und Jazz befinden sich mit je einer Stimme auf Platz zwei.

Kommen wir zur wichtigsten Frage unserer Studie…

Brillenschlangen! Und wenn wir einmal mit dem Ergebnis zufrieden sind, dann hier: 73% der Befragten haben eine Sehschwäche und 56% stehen in Form einer Brille offen dazu. Insider haben uns verraten, es läge an der kleinen schnörkeligen Schrift einiger Schüler*innen, aber das steht auf einem anderen Blatt…oder auf der Rückseite, wenn man es umweltschonend kopiert.

Fazit

Wir müssen uns eingestehen, auch wir waren im Laufe unserer Recherche oft erstaunt und haben erkannt, dass (zumindest die meisten) Lehrer*innen Individuen sind, die sich nicht in Schubladen stecken lassen. Aber bevor wir noch zu poetisch werden, zum Schluss noch ein Lehrerwitz:

Was ist der Unterschied zwischen Lehrer*innen und Gott? Gott weiß alles und Lehrer*innen wissen alles besser 😉

Ein Artikel von Clara Knuppertz und Marie Sieber

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